Landschaftsfotografie mit der Panasonic Lumix G9 – ein persönlicher Erfahrungsbericht

In diesem Beitrag gibt es einen persönlichen Erfahrungsbericht zur Panasonic Lumix DC-G9. Der Anlass für den Beitrag sind die vielen Anfragen, die ich regelmäßig über Instagram und Facebook oder über meinen Blog und die Website bekomme. Darin werde ich immer wieder gefragt, mit welcher Kamera ich fotografiere und ob ich damit zufrieden bin. Viele möchten zudem wissen, warum ich eine MFT-Kamera verwende und ob nicht APS-C oder Vollformat die bessere Wahl wäre? Gerne möchte ich mit diesem Beitrag ein paar Antworten liefern.

Die Lumix G9 verwende ich vorwiegend für die Landschaftsfotografie.

Mein fotografischer Schwerpunkt liegt auf den heimischen Regionen in Südwestdeutschland. Dort bin ich vorwiegend im Schwarzwald und am Oberrhein unterwegs. In den letzten Jahren hat meine Familie und mich jedoch öfters mal das Reisefieber gepackt und wir haben verschiedene Länder in Europa erkundet. Diese Reisen haben meine Einstellung zur Kameraausrüstung nachhaltig verändert. Konnte früher eine Kamera nicht groß genug sein, so bevorzuge ich heute eine möglichst kompakte und leichte Kameraausrüstung. Denn auf Reisen steht bei mir das Erlebnis an erster Stelle. Ich möchte die Eindrücke in vollen Zügen genießen, mich auf die Natur, das Land und die Leute konzentrieren. Das Fotografieren mit schlankem, leichtem Equipment macht mir einfach mehr Spaß. Wie meine favorisierte Fotoausrüstung heute aussieht und welchen Workflow ich beim Fotografieren nutze, darüber möchte ich nachfolgend berichten.

Kleiner Sensor, große Leistung: Die Lumix G9
Bei der Wahl der Kamera habe ich mich für das Micro Four Thirds System (MFT) von Panasonic entschieden. Das Herzstück der Kameraausrüstung bildet dabei die Panasonic Lumix DC-G9. Die Kamera ist für mich ein gelungener Kompromiss zwischen Kompaktheit, guter Bildqualität und akzeptablem Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Lumix G9 ist äußerst umfangreich ausgestattet und bietet zahlreiche professionelle Features für die Landschaftsfotografie und für Filmaufnahmen. Die Lumix G9 habe ich mir Anfang 2018 gekauft, d.h. ich arbeite jetzt schon einige Zeit damit und bin ziemlich begeistert!

Die Panasonic Lumix G9 bildet das Herzstück meiner Kameraausrüstung für die Natur-, Landschafts- und Reisefotografie.

Die Wahl der Marke Panasonic war für mich nahe liegend, da ich schon lange mit Lumix-Kameras arbeite. Bereits meine allererste Digitalkamera war eine Superzoom von Panasonic, genauer gesagt die Lumix FZ5. Im Laufe der Jahre folgten weitere Lumix-Modelle wie die FZ50, FZ1000 und FZ2000. Letztere benutze ich immer noch gerne für Kurztrips und Wanderungen, zudem liegt sie meisten als „immer-dabei-Kamera“ griffbereit im Auto. Die Superzoomer (auch Bridgekameras genannt) haben einen unschlagbaren Vorteil: Das fest verbaute Objektiv mit dem großen Brennweitenbereich deckt nahezu jedes Fotomotiv ab. Mehr Flexibilität mit nur einer einzigen Kamera geht kaum. Dabei kann sich die Bildqualität des 1-Zoll-Sensors durchaus sehen lassen. Viele meiner Bilder aus der FZ1000 und FZ2000 wurden von bekannten Verlagen verwendet, u.a. für Kalender, Titelseiten und sogar in einem Bildband von National Geographic.

Dieser Bildkalender im DIN A1 Format (594 x 841 mm) wurde mit Fotos aus der Lumix FZ2000 realisiert. Trotz einer Auflösung von „nur“ 20 Megapixeln ist die Bildqualität top.

Micro Four Thirds in der Landschaftsfotografie
Warum dann der Wechsel auf die Lumix G9? Die Gründe dafür sind ganz einfach. Die FZ2000 ist eine nahezu perfekte Allrounder-Kamera, die auch in Zukunft ihre Einsatzzeit bekommen wird. In einigen Situationen ist dann aber doch Schluss, so z.B. bei Makroaufnahmen, im Ultraweitwinkelbereich oder wenn eine Freistellung des Motivs mittels Unschärfe erfolgen soll. Mit der Lumix G9 und dem MFT-System stehen alle diese Möglichkeiten offen. Die G9 vereint sämtliche Eigenschaften, die ich persönlich für die Landschaftsfotografie brauche. Hinter dieser Einschätzung stecken durchaus einige Jahre Erfahrung. Auf meinem Weg zur Lumix G9 konnte ich reichlich Erfahrungen mit anderen Kamerasystemen und -marken sammeln. So habe ich einige Jahre mit verschiedenen APS-C Spiegelreflexkameras von Pentax fotografiert. Beruflich bedingt habe ich zudem regelmäßig DSLRs von Canon in der Hand und eine Olympus MFT-Kamera sowie eine Sony Vollformat-DSLM durfte ich auch schon mein Eigen nennen.

Der Bildsensor der Lumix G9 fängt auch feinste Strukturen sehr detailliert ein. Farbtreue und Eingangsdynamik sind ebenfalls sehr gut. Bildrauschen ist bis ISO1600 kein Thema.

Überzeugendes Preis-Leistungsverhältnis
Die Lumix G9 hat mich unter allen Kameras bislang am meisten überzeugt. Dabei spielt für mich als ambitionierten Hobbyfotografen auch das Preis-Leistungsverhältnis eine Rolle. Ein Hobby darf zwar durchaus Geld kosten, dennoch ist es für mich eine Grundsatzfrage nach Kosten und Nutzen. Bei Micro Four Thirds fühle ich mich in dieser Hinsicht gut aufgehoben, ohne dabei Abstriche bei der Qualität in Kauf nehmen zu müssen. In Fotokreisen werde ich trotzdem immer mal wieder gefragt, warum ich mit MFT fotografiere? Dabei wird oftmals die Meinung vertreten, dass die Bilder mit einem größeren APS-C oder Vollformatsensor doch bestimmt viel besser aussehen würden. In genau diesem Punkt konnte ich aber keine nennenswerten Unterschiede für mich erkennen. Ganz gleich ob MFT, APS-C oder Vollformat, die Sensorgröße allein hat meine Fotos nicht besser oder schlechter gemacht. Selbstverständlich haben größere Sensoren in manchen Bereichen ihre Berechtigung und bei 200 % Vergrößerung am PC-Monitor mag auch tatsächlich ein Unterschied sichtbar sein. Mit Pixelpeeping hatte ich aber noch nie viel am Hut. Und sind wir doch mal ehrlich, bei wie vielen Hobbyfotografen ist das wirklich relevant? Die meisten aktuell am Markt verfügbaren Systemkameras machen ausgezeichnete Fotos. Ich glaube, dass die wenigsten (Hobby-)Fotografen dabei wirklich an technische Grenzen stoßen. Den Wechsel auf das Micro Four Thirds-System habe ich jedenfalls zu keinem Zeitpunkt bereut. Gleichzeitig freut sich mein Geldbeutel über ein vernünftiges Preis-Leistungsverhältnis und mein Rücken über die leichtgewichtige Ausrüstung.

Der MFT-Sensor der Lumix G9 meistert auch anspruchsvolle Lichtsituationen.

Schlankes Gepäck, tolles Handling
Wie eingangs schon erwähnt, empfinde ich eine große und schwere Kameraausrüstung bei der Reisefotografie als Bremse für die Kreativität. Mit dem kompakten und leichten MFT-System macht es hingegen richtig Spaß unterwegs zu sein und die Natur zu entdecken. Das mag zunächst widersprüchlich klingen, denn die Lumix G9 ist weder klein noch leicht. Dennoch ist die Kamera für meinen Geschmack ein optimaler Kompromiss zwischen Größe, Gewicht und professionellem Handling. Für das Gesamtpaket sind beim Größen- und Gewichtsvergleich sowieso die Objektive viel entscheidender – und da kann das MFT-System seine Vorteile voll ausspielen. Mit der MFT-Ausrüstung bin ich für alle Fotomotive gut gerüstet und der Kamerarucksack bleibt dabei wunderbar leicht.

Das Gewicht und die Größe sind aber nicht die einzigen Argumente für die Lumix G9. Vielmehr überzeugt mich die Kamera jeden Tag aufs Neue mit einer rundum gelungenen Bedienung und tollem Handling. Die Lumix G9 liegt einfach perfekt in meinen Händen. Jedes Einstellrad und jeder Knopf (und davon gibt es viele!) befinden sich genau an der richtigen Stelle. Die frei belegbaren Funktionstasten und das Favoritenmenü erlauben eine individuelle Anpassung. Der elektronische Sucher ist eine Offenbarung. Ich liebe es, schon im Sucher das fertige Bild zu sehen und alle Parameter im Blick zu haben. Bei hellem Umgebungslicht ist die Möglichkeit zur Bildkontrolle direkt im Sucher zudem eine große Hilfe. Gleiches gilt für die digitale Wasserwaage, das Histogramm und die Belichtungsvorschau in Echtzeit. Seit ich den elektronischen Sucher der G9 kenne, möchte ich definitiv nie mehr mit einem optischen Sucher arbeiten.

Alles dabei für die Landschafts- und Reisefotografie. Der Kamerarucksack bleibt trotzdem klein und leicht. Neben der Lumix G9 mit Leica 12-60 mm Objektiv ist noch ein Tele 45-200 mm drin sowie eine Backup-Kamera und die DJI Spark Drohne inklusive Akkus und Fernbedienung.

Bildqualität und Ausstattung auf Top-Niveau
Die Menüführung der G9 ist für mein Empfinden sehr übersichtlich gestaltet und logisch aufgebaut. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass ich schon lange mit Lumix-Kameras arbeite. Im Bedienmenü finde ich mich jederzeit auf Anhieb zurecht, auch bei selten genutzten Funktionen. Davon gibt es bei der Lumix G9 wahrlich viele, denn der Funktionsumfang ist riesig. Obwohl ich bei weitem nicht alle Funktionen benötige, sind doch viele richtig coole Features dabei. Ich möchte an dieser Stelle nur die geniale Zeitrafferfunktion, den Nachtmodus und die äußerst praktische Fokussierung per Joystick und Touchscreen erwähnen. Und natürlich das klapp- und schwenkbare Display und die tollen Videofunktionen und das Fokus-Stacking und die rasante Serienbildfunktion und … 😉

Das alles wäre aber wenig wert, wenn da nicht auch noch die exzellente Bildqualität wäre. Die Bildqualität und das Rauschverhalten sind trotz des kleinen Sensors auf absolutem Top-Niveau. Der Dynamikumfang des Sensors ist ebenfalls hervorragend und die RAW-Dateien bieten ordentlich Reserven für die Nachbearbeitung am PC. Selbst die Low-Light-Fähigkeit ist für einen MFT-Sensor absolut überzeugend. Ich habe damit schon tolle Fotos von Polarlichtern und der Milchstraße aufgenommen. Das Rauschverhalten ist bis ISO 1600 überhaupt kein Problem, selbst ISO 3200 ist in vielen Fällen noch gut nutzbar. Lediglich beim nachträglichen Aufhellen von dunklen Bildbereichen entsteht ein sichtbares Bildrauschen, welches aber mit Lightroom gut kompensiert werden kann.

Die RAW-Dateien des MFT-Sensors der Lumix G9 liefern ordentlich Reserven zur Nachbearbeitung. Dieses Beispielfoto zeigt eine unbearbeitete RAW-Aufnahme (links) mit zu dunklen Schatten und leicht überzeichneten Lichtern. Im Vergleich das fertig bearbeitete Bild (rechts), bei dem Lichter und Tiefen in Adobe Lightroom korrigiert wurden.

20 Megapixel für professionelle Projekte?
Einen Grund gab es dennoch, der mich lange Zeit von MFT-Sensoren abhielt. Die relativ geringe Bildauflösung, denn bei 20 Megapixeln ist Schluss bei Micro Four Thirds. Solange man vorwiegend für das Familienalbum, einen Blog oder für Instagram fotografiert, ist das kein Thema. Anders sieht es jedoch aus, wenn die Bilder verkauft werden sollen. Obwohl ich die Fotografie nur als Hobby betreibe, ist im Laufe der Jahre ein kleiner aber feiner Kundenkreis entstanden, der regelmäßig meine Bilder kauft. Die Fotos werden oftmals für großformatige Drucke im Werbebereich, für Tourismuszwecke, für hochwertige Kalenderproduktionen oder als Wandbilder genutzt. Für solche Verwendungszwecke spielt die Bildauflösung dann natürlich schon eine Rolle. Ich kann aber gleich Entwarnung geben, denn die fein aufgelösten 20 Megapixel-Bilder der G9 sind für fast alle Verwendungszwecke vollkommen ausreichend und erfüllen auch professionelle Anforderungen.

„Besonders beeindruckend ist der High-Resolution-Modus, der zwar nur für statische Motive taugt, aber bei der Panasonic zu atemberaubenden Bildergebnissen führt, die sich mit den besten Vollformatboliden messen kann.“

Auszug aus einem Testbericht zur Lumix G9 auf digitalkamera.de

Für die seltenen Anwendungsfälle, bei denen wirklich mehr Bildauflösung benötigt wird, habe ich mit der Lumix G9 ebenfalls eine gute Lösung an der Hand. Das Zauberwort heißt “High Resolution Modus”! Eine geniale Funktion, die bei der G9 bestens funktioniert und sehr detailreiche Bilder mit einer Auflösung von 80 Megapixeln liefert. Damit sind ohne Probleme auch sehr großformatige Druckprojekte realisierbar. Richtig cool dabei ist, dass solche High Resolution-Fotos schnell und einfach erstellt werden können. Dazu habe ich den Modus auf eine der Funktionstasten gelegt, d.h. in der Praxis wird dann einfach nur die Taste gedrückt und das Bild aufgenommen – den Rest erledigt die Kamera. Wirklich total einfach und unkompliziert! Der High Resolution Modus hat Einschränkungen dahingehend, dass er nur für statische Motive geeignet ist und ein Stativ voraussetzt. Da ich aber fast ausschließlich Landschaften fotografiere, ist das kein großer Nachteil.

Bei statischen Motiven erhält man mit dem „High Resolution Modus“ der G9 sehr hoch aufgelöste Bilder mit 80 Megapixel. Perfekt für großformatige Printprojekte.

Bei wichtigen oder besonders tollen Motiven habe ich mir zudem angewöhnt, stets eine Reihe mit Einzelfotos aufzunehmen, welche dann später am PC zu einem hochaufgelösten Panoramabild zusammengesetzt werden. Das funktioniert mit dem Bildstabilisator der G9 so gut, dass ich solche Panoramen meistens schnell und unkompliziert frei aus der Hand aufnehme. Der duale Bildstabilisator bei Panasonic macht generell einen richtig guten Job. Selbst im Dämmerlicht gelingen damit verlässlich scharfe Fotos ganz ohne Stativ. Mit dieser zweigleisigen Arbeitsweise, bestehend aus High Resolution Modus und zusammengesetzten Panoramen, kann ich meinen Kunden hochaufgelöste Bilder liefern, die technisch allen Anforderungen gewachsen sind.

Panoramen aus mehreren Einzelbildern sind mit dem Bildstabilisator der G9 sogar frei aus der Hand möglich. Dieses in Lightroom zusammengesetzte Panoramabild kommt auf eine Breite von über 20.000 Pixeln.

Workflow mit Wifi, Smartphone und Lightroom
Ein weiteres Ausstattungsmerkmal, das ich an meinen Lumix-Kameras sehr zu schätzen gelernt habe, ist die Wifi-Verbindungsmöglichkeit. Gerade auf Reisen ist die Wifi-Funktion in Kombination mit dem GPS-Tagging eine tolle Sache. Der Aufnahmestandort wird dann zu Hause am PC direkt im Kartenmodul von Lightroom angezeigt. Für das Schreiben von Reiseberichten und die Verschlagwortung der Bilder, ist das eine unglaubliche Erleichterung. Darüber hinaus nutze ich die Wifi-Funktion sehr oft zur Bildübertragung aufs Handy. Die Panasonic Image App hat sich dabei als sehr verlässlich erwiesen. Die Verbindung zwischen Kamera und Smartphone ist blitzschnell aufgebaut und das Kopieren geht relativ zügig. Das Kopieren mit der Image App funktioniert sogar so gut, dass ich nahezu den gesamten Backup-Workflow auf Reisen damit realisiere. Dazu steckt in meinem Smartphone eine 256 GB Micro-SD-Karte. Die besten Bilder werden dann im Laufe des Tages immer mal wieder auf das Handy kopiert (funktioniert auch mit RAW-Dateien). So habe ich bereits während der Reise ein Backup der wichtigsten Bilder. Den Rest mache ich dann abends im Hotel. Da geht’s sogar noch schneller, in dem die Speicherkarte der Kamera direkt über einen USB-Kartenleser mit dem Smartphone verbunden wird. Mit der App “ES Datei Explorer” werden die Fotos dann direkt auf die Micro-SD-Karte im Smartphone kopiert und anschließend in Lightroom importiert.

Beide Kopierlösungen funktionieren sehr stabil und sind eine große Hilfe für unterwegs. Zusätzlich zum Backup besteht so auch die Möglichkeit, die Bilder schon während der Reise zu sortieren und zu bearbeiten. In Kombination mit der mobilen Version von Adobe Lightroom deckt dieser Workflow alle Schritte ab, u.a. Backup, Sortieren, Bewerten, Geotagging, Verschlagworten, Bearbeiten und Veröffentlichen. Das Ganze wohlgemerkt nur mit Kamera und Smartphone, ein zusätzliches Notebook ist dafür nicht erforderlich.

Die Wifi-Funktion in Kombination mit einem Smartphone und Adobe Lightroom ermöglicht einen unkomplizierten mobilen Workflow vom Backup bis zur Bildbearbeitung.

Ein kleiner Nachteil der Wifi-Funktion ist der erhöhte Akkuverbrauch. Zum Glück hat Panasonic auch da mitgedacht und in der G9 eine USB-Lademöglichkeit verbaut. Noch ein cooles Feature, das ich nicht mehr missen möchte. Auf Reisen ist es einfach sehr praktisch, die Kamera unterwegs im Auto oder per Powerbank laden zu können. Selbst Zeitraffer von der Milchstraße konnte ich damit schon erstellen, bei denen die Kamera mittels Powerbank von Dämmerung bis Sonnenaufgang mit Strom versorgt wurde.

Die Lumix G9 ist nicht nur eine ausgezeichnete Fotokamera, sie hat auch für Filmaufnahmen einiges zu bieten. Bislang habe ich zwar nur wenige Videoaufnahmen mit der G9 erstellt, aber die ersten Ergebnisse sind bereits sehr überzeugend. Dass Panasonic sehr gut Video kann, ist mir von der FZ2000 schon bekannt gewesen. Auch bei der Lumix G9 arbeitet die Videofunktion mit 4K-Auflösung bei flüssigen 60 fps. Eine Bitrate von bis zu 150 Mbps und die moderne H.264-Kompression liefern eine hohe Qualität für Videos im AVCHD- oder MP4-Format. Ein externes Mikrofon kann ebenfalls angeschlossen werden und natürlich ist das Bild stabilisiert und kann manuell belichtet und fokussiert werden.

Jedem das Seine, mir die Lumix G9
Ich glaube man hört es raus: Ich bin mit meiner Lumix G9 extrem zufrieden. Gewiss bauen auch andere Hersteller tolle Kameras. Deshalb soll mein Beitrag keine Kaufberatung und kein Plädoyer für eine bestimmte Marke sein, sondern einfach nur ein ganz persönlicher Erfahrungsbericht. Jeder hat seine eigenen Vorlieben und individuellen Anforderungen und das ist auch gut so. Für meine Bedürfnisse kann ich aber sagen, dass die Lumix G9 einfach perfekt passt. Man könnte sagen, es war Liebe auf den ersten Blick! 😉

Objektive von Makro bis Tele
Nachdem ich meine Liebesbeziehung zur Lumix G9 jetzt öffentlich gemacht habe, stelle ich euch noch kurz meine restliche Fotoausrüstung vor. Das wichtigste zuerst: die Objektive! Da ich vor allem Landschaften fotografiere, steht das Weitwinkelobjektiv an erster Stelle. Hier habe ich mich für das “Panasonic Leica DG Vario Elmarit 12-60 mm F2.8-4.0 ASPH” entschieden. Der Brennweitenbereich deckt die meisten Motive in der Landschaftsfotografie gut ab. Dabei ist das Objektiv recht lichtstark, verzeichnet kaum und liefert scharfe Bilder. Die Optik kommt zudem gut mit Gegenlicht zurecht, erzeugt abgeblendet einen schönen Sonnenstern und ist auch zum Filmen gut geeignet. Abgedichtet ist das Objektiv ebenfalls und passt damit gut zur wetterfesten Lumix G9. Das Gespann ist zwar nicht ganz billig, aber auf jeden Fall sein Geld wert.

Für Teleaufnahmen habe ich mir das “Lumix G Vario 45-200 mm F4.0-5.6II” geholt. Bei dem recht günstigen Preis für dieses Objektiv hatte ich durchaus Bedenken, diese waren jedoch unbegründet – die optische Leistung ist tadellos. Durch den 2-fach Crop-Faktor bei MFT, deckt das Telezoom einen Brennweitenbereich bis 400 mm ab, für die meisten Motive genügt mir das.

Die Bildqualität des recht preiswerten 45-200 mm Teleobjektiv ist durchweg überzeugend. Dieses Bild wurde frei Hand mit 200 mm bei Blende f5.2 und 1/100 Sek aufgenommen.

Wenn das Wetter mal nicht mitspielt, vertreibe ich mir gerne auch mal die Zeit mit Makroaufnahmen. Für diesen Zweck habe ich mir das „Lumix G Makro 30 mm F2.8 ASPH“ gegönnt. Das Objektiv verfügt, wie auch die beiden zuvor genannten Objektive, über einen eigenen Bildstabilisator und ist bereits für weniger als 300,- EUR erhältlich. Die Abbildungsqualität ist erste Sahne, die Bilder sind kontrastreich und knackscharf. Im Vergleich zu meinen bisherigen Makroobjektiven ist die Ausbeute an scharfen Aufnahmen wesentlich höher. Ich vermute, das liegt an dem generell größeren Schärfebereich bei MFT und wahrscheinlich trägt auch die doppelte Bildstabilisierung in der Kamera und im Objektiv dazu bei.

Die komplette Ausrüstung bestehend aus Kamera, Weitwinkel, Makro und Tele bringt zusammen nur rund 1,5 kg Gewicht auf die Waage.

Mit den zuvor genannten Objektiven bin ich für alle Situationen gewappnet. Falls es doch mal mehr oder weniger Brennweite sein muss (was selten vorkommt), dann habe ich aus meinem alten Bestand noch ein 8 mm Ultraweitwinkel sowie ein 300 mm Tele (beide APS-C, mit Pentax-Bajonett) in der Hinterhand. Mit einem günstigen mechanischen Adapter von Quenox kann ich diese Objektive an der G9 weiterverwenden. In beiden Fällen ist dann zwar manuelles Fokussieren angesagt, was aber mit dem Fokus-Peaking der G9 einwandfrei funktioniert. Das Ultraweitwinkel verwende ich manchmal noch für die Fotografie des Sternenhimmels bzw. der Milchstraße. Das funktioniert auch mit dem Leica 12-60 mm sehr gut, aber manchmal hätte ich dann doch gerne ein paar Millimeter mehr Weitwinkel. Folglich steht auf meiner Wunschliste für die Zukunft noch das „Panasonic Leica DG Vario Elmarit 8-18 mm F2.8-4.0 ASPH“ drauf. Bei einem Anschaffungspreis von rund 1.000 EUR braucht diese Investition allerdings noch etwas Bedenkzeit. Auf einer Fotomesse hatte ich das Objektiv aber immerhin schon in der Hand und leider hat es einen bleibenden Eindruck hinterlassen… verdammt! 😉

Was ist sonst noch im Fotorucksack?
Auf dem Bild von meinem Fotorucksack sind noch einige weitere Ausrüstungsgegenstände zu erkennen, u.a. eine Drohne und eine kleine Kompaktkamera. Bei der Drohne handelt es sich um die DJI Spark, welche zusammen mit der Lumix-Ausrüstung noch problemlos Platz im Fotorucksack findet. Mit der Drohne ergeben sich nochmal zusätzliche Möglichkeiten, um Landschaftsmotive aus ganz anderen Perspektiven aufzunehmen.

Zusätzlich zur Lumix-Ausrüstung passt auch noch die DJI Spark mit Fernbedienung und drei Ersatzakkus in den Fotorucksack.

Backup-Kamera für Zeitraffer und Selfies
Zu guter letzt versteckt sich noch eine kleine Kompaktkamera im Rucksack. Dabei handelt es sich (wie sollte es anders sein) ebenfalls um eine Lumix. Die wasserdichte Lumix FT5 benutze ich zum Schnorcheln, zur Videodokumentation, für Selfies und vor allem für Zeitrafferaufnahmen. Wie die meisten Panasonic-Kameras, verfügt auch die FT5 über eine geniale Zeitrafferfunktion. Die Qualität der Videoclips ist super und neben der fertigen MP4-Videodatei, werden auch noch die Einzelbilder mit vollen 16 Megapixeln gespeichert, d.h. bei Bedarf können die Bilder später am PC nachbearbeitet und daraus ein Zeitraffervideo in 4K generiert werden. Das Beste dabei ist jedoch, dass ich mit der G9 als Hauptkamera weiterfotografieren kann, während die FT5 ein Zeitraffervideo produziert oder schicke Selfies von mir „bei der Arbeit” schießt.

Während ich mit der G9 fotografiere, nimmt die Lumix FT5 Zeitraffer und Selfies auf.

Die Videosequenzen und Zeitraffer im nachfolgenden YouTube-Video wurden mit meinen Lumix-Kameras aufgenommen (mit Ausnahme der Drohnenaufnahmen).

Bei der FT5 muss ich mir keine Gedanken über das Wetter machen, selbst wenn ich diese mal für einige Stunden in der Natur zurück lasse. Die wasserdichte Kamera verrichtet unauffällig und geräuschlos ihren Dienst. Auf meinen Fototouren früh morgens, positioniere ich die Kamera gerne mal auf einem kleinen Stativ irgendwo versteckt in der Landschaft. Wenn ich zurück komme, ist zwar meistens der Akku leer, aber dafür habe ich eine tolle Zeitrafferaufnahme im Kasten. Auf Reisen habe ich mit der FT5 gleichzeitig eine Backup-Kamera für den äußersten Notfall dabei, falls mit der Hauptkamera doch mal was sein sollte. Außerdem freuen sich meine Frau und mein Sohn darüber, mit der FT5 ein paar zusätzliche Urlaubsbilder aufnehmen zu können. Ich finde es eine prima Lösung, bei der spannendes zusätzliches Bild- und Videomaterial entsteht. Die Bilder und Videoclips aus der FT5 gewähren einen kleinen Blick hinter die Kulissen und eignen sich deshalb optimal für einen Blog oder zum Posten auf sozialen Netzwerken.

Mit der Lumix FT5 im Intervallmodus entstehen ganz nebenbei coole Selfies. Die Bilder sind eine schöne Ergänzung für meinen Blog, Instagram oder Facebook.

Über meine Erfahrungen mit den Lumix-Kameras hast du jetzt einiges gelesen. Wenn du die Bilder dazu sehen willst, wirf doch einfach einen Blick in meine Reiseberichte zu Island, Schottland, Madeira, Gran Canaria, Sardinien oder Südengland hier in diesem Blog. Alle darin gezeigten Fotos wurden mit meinen Lumix-Kameras aufgenommen. Gerne kannst du auch auf Instagram oder www.michael-sauer.com vorbeischauen, da findest du meine Landschaftsfotos aus Deutschland. Falls dich Videos, Zeitraffer und Drohnenaufnahmen interessieren, dann bist du auf Youtube richtig.  

Ich hoffe du konntest einige interessante Informationen in meinem Beitrag finden. Wenn du Fragen dazu hast, schreib mir gerne eine Email. Ansonsten wünsche ich eine coole Zeit beim Fotografieren mit dem Kamerasystem deiner Wahl. Und denk immer dran: Die Technik ist sowieso zweitranging! Viel wichtiger ist es rauszugehen und die Welt zu entdecken!

#exploremore Viel Spaß dabei! 😃

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